Willkommen bei "Natur-im-Garten"
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ein Vielfaltsgarten

Ein natürlicher Lebensraum zum Erleben, Entdecken und Lernen in Worms

Projektstart - November 2025
Am 14. November 2025 traf ich mich mit Frau Becker, der Gartenbesitzerin, und dem 1. Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Worms (Michael Leukam), um gemeinsam den Grundstein für ein neues Vorhaben zu legen. Als BUND-Mitglieder der Kreisgruppe Worms setzen wir uns das Ziel, einen Projektgarten zu schaffen. Schritt für Schritt möchten wir den "Natur-im-Garten" zu einem Erlebnis-, Lern- und Lehrgarten für den praktischen Naturschutz weiterentwickeln. Unser Bestreben ist es, so bald wie möglich einen kostenfreien Zugang für Kindertagesstätten, Schulen und alle Interessierten zu ermöglichen. Vielfältige pädagogische Angebote rund um den Natur- und Umweltschutz stehen BesucherInnen dann offen und laden Jung und Alt dazu ein, Natur hautnah zu erleben, zu entdecken und zu verstehen. 

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Kriterien

Im Naturgarten sollen nach und nach verschiedene Kleinprojekte (s.u.) entstehen. Gemäß den Naturgartenprinzipien werden ausschließlich heimische Pflanzen eingebracht. Wichtig ist uns der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, der Verzicht auf den Einsatz von Torf. Wir wollen eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) erreichen.

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Schüler-AG

Erfreulicherweise zeichnet sich ein Projekt mit einer Schule ab, die im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wöchentlich ihre eigenen Beete anlegen und pflegen wird. Damit haben diese Kinder einen „Natur-Erfahrungs-Raum“ in dem sie u.a. den Gemüse- und Obstanbau und die natürlichen Kreisläufe unmittelbar erleben können.

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Vorher

Ähnliche Kleinprojekte habe ich bereits im Bienen- und Naturgarten der Bienenfreunde Wonnegau e.V. geplant, umgesetzt und überwiegend privat finanziert. Bilder davon sind auf der Homepage des Imkervereins zu sehen. Nach dem Abschluss meiner Arbeit wurden hier leider zentrale Naturgartenkriterien nicht mehr eingehalten, weshalb ich mein Engagement dort beendet habe.

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Perspektive

Wir verfügen über ein Grundstück, auf dem wir das Naturgarten-Konzept schrittweise und konsequent umsetzen möchten. Dafür benötigen wir natürlich etwas Zeit und freuen uns über Unterstützung von Dritten. Langfristig streben wir zielführende Kooperationen mit Privatpersonen, Organisationen und Firmen an, die sich schon im Naturschutz engagieren oder dies in Zukunft tun möchten. Idealerweise könnten bereits im kommenden Jahr die ersten Kurse angeboten werden.

Naturgarten
In einem Naturgarten leben Menschen, Pflanzen und Tier im Einklang. Er bietet vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf. Durch verschiedene Elemente ist er ein Beitrag zur Artenvielfalt. Ein Hauptmerkmal ist die Verwendung regionaler Wildpflanzen, die einen hohen ökologische Wert für die heimische Tierwelt haben. Problematische Arten, insbesondere invasive Neophyten, werden konsequent entfernt. Ebenso werden vielfältige Nisthilfen angeboten (z.B. für Vögel, Insekten und Kleinsäuger) und Lebensräumen für viele Tier- und Pflanzenarten geschaffen wie z.B. Gewässer, umgefallenen Bäumen, Wiesen, Waldgesellschaften, feuchte Mulden.
Typische Elemente eines Naturgartens sind:
Hecken - begrünte Hauswände - Nisthilfen (Vögel, Gartenschläfer, Wildbienen, Fledermäuse, Insekten, Igel usw.) - Feuchtbiotope (Teich, Sumpf) - Kompost - Kräuterspiralen - Steinhaufen - Totholz - Wildblumenwiese - alte Obstsorten - Schmetterlingsweide - Trockenmauer - Käferkeller - Eidechsenburg ...

 Seit Jahren imkere ich privat nach den Prinzipien der wesensgemäßen Bienenhaltung. Das Bienenvolk wird hierbei als eigenständiger Organismus verstanden, und die Haltung erfolgt so, dass sie den natürlichen Lebensbedingungen der Bienen möglichst nahekommt. Die Bienen dürfen ihre Waben selbst bauen, vermehren sich auf natürliche Weise durch Schwarmverhalten und übernehmen die Brutpflege eigenständig. Honig entnehme ich nicht. Somit sammeln die Bienen nur Nektar und Pollen, den sie selbst benötigen. Wesensgemäße Bienenhaltung umfasst auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Völker, wobei Eingriffe auf ein Minimum reduziert bleiben. Diese Form der Imkerei ist eng mit ökologischen Prinzipien verbunden. Weiter Informationen hierzu finden Sie unter www.mellifera.de. 

 Im kommenden Frühjahr zieht ein Schwarm in einen Schilfrohr-Bienenturm von David Junker in unserem Natur-im-Garten ein. David fertigt diese Beute speziell für Gartenbesucher und KursteilnehmerInnen mit einem Sichtfenster, damit das Treiben im Bienenvolk beobachtet werden kann, ohne die Bienen sonderlich zu stören. 

 Die Schilfrohrbeuten werden von David aus hochwertigen, ökologischen Materialien und in viel Handarbeit hergestellt. Sie entsprechen weitgehend den natürlichen Lebensräumen von Honigbienen, nämlich Baumhöhlen. Er verwendet regionale Hölzer wie Lärche, Eiche, Buche oder Esche. Die Wände bestehen überwiegend aus 50 mm dicken, drahtgebundenen Schilfmatten. Schilfrohr ist ein besonders nachhaltiger Rohstoff, da es jährlich nachwächst. Es ist wasserdampfdurchlässig und bietet gleichzeitig hervorragende Dämmeigenschaften, wodurch ein optimales Stockklima entsteht. Dadurch schützen die Beuten die Bienen im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte, so sparen sie Vorräte, sind langlebig und vital. Eine genaue Beschreibung des Schilfrohr-Bienenturms und weiterer Schilfrohrbeuten finden Sie unter www.kleine-holzbiegerei.de/bienenturm/. 


 Neben der Honigbiene gibt es ca. 600 einheimische Wildbienenarten in Deutschland. Lt. dem Kompetenzzentrum Wildbienen sind bereits 37 Arten bundesweit ausgestorben, 270 Arten stehen auf der Roten Liste und 42 Arten auf der Vorwarnliste der Bienen Deutschlands. Häufig liest man, dass die Honigbiene in Nahrungskonkurrenz zu den Wildbienen steht und diese damit zusätzlich schädigt. M.E. stellen fehlende Nistmöglichkeiten in unseren aufgeräumten Gärten und Landschaften und das Bekämpfen einheimischer Wildpflanzen, die Zunahme bebauter Flächen und die intensive Landwirtschaft eine wesentlich größere Bedrohung dar. Leider ist die einheimische Dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera) zu Gunsten leistungsstärkerer Honigbienen-Zuchtrassen in Deutschland fast ausgerottet worden. Alleine die üblicherweise geringere Volksstärke der Dunkle Bienen hatte zu einem zahlenmäßig ausgewogenerem Verhältnis zwischen Honigbienen und Wildbienen geführt. Leider ist eine wesensgemäße Bienenhaltung nicht geeignet, die Wiederansiedlung der Dunklen Biene in unserer Region zu unterstützen, da die Jungköniginnen beim Hochzeitsflug fast ausschließlich auf Zuchtrassen-Drohnen treffen würden und damit schon die 2. Generation ein Hybridvolk wäre. 

 Ein aktiver Artenschutz von Wildbienen (und anderen Insekten) gehört zu einem Naturgarten einfach dazu: Das bedeutet, dass einerseits vielfältige Nistmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen (Sandarium, Markstängel, Totholz, klassische Wildbienenhotels, Lehmwände, Steilwände usw.). Und andererseits muss ein entsprechendes einheimisches Blütenangebot für die oft spezialisierten Wildbienen gepflanzt werden. Dies nutzt übrigens auch den Honigbienen. 

 Da die Dichte der Honigbienen-Völker vielerorts drastisch über den Verhältnissen liegt, die sich unter naturnahen Bedingungen einstellen würden, sollten gerade ImkerInnen sich bemühen, den Konkurrenzdruck auf die Wildbienen auszugleichen. Viele interessante Informationen hierzu finden Sie auch unter https://wilde-honigbienen.de/wilde-seiten/honigbienen-in-naturschutzgebieten/. Insgesamt ist https://wilde-honigbienen.de/ einen Besuch wert, wenn man mehr über Bienen erfahren möchte. Pflanzungen von sogenannten insektenfreundlichen Neophyten (Funkie, Herbstastern, Lavendel, Sonnenbraut, Bienenbaum, …) oder gar invasiver Neophyten (Drüsiges Springkraut, Robinie, Götterbaum, …) als wertvolle Honigbienentrachtpflanzen, ist aus Sicht des Naturschutzes völlig abzulehnen. 

 Neben der konkreten Umsetzung - der Naturgartenideen, - der wesensgemäßen Bienenhaltung und - den Bildungsangeboten im „Natur-im-Garten“, ist es mir auch wichtig als Fördermitglied proBiene (https://probiene.de/) zu unterstützen. proBiene ist ein freies Institut für ökologische Bienenhaltung, das sich auf verschiedenen Wegen für die wesensgemäße Haltung der Honigbiene sowie für Insekten- und Artenschutz einsetzt. Neben politischer Arbeit lehrt proBiene die Grundlagen wesensgemäßer Imkerei in Imkerkursen und vermittelt die Relevanz von Bestäubern durch Kindergarten- und Grundschul-Führungen direkt am Bienenstock. 

 Interessieren Sie sich für die Dunkle Europäische Honigbiene - Apis mellifera mellifera? Auf der Homepage des Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V. finden Sie viele Informationen (Geschichte, Aussehen, Verhalten, Imkern mit der Dunklen Biene, Zucht …)! www.bv-dunkle-biene.de 


Die schmale Hecke – eine grüne Grenze für den Artenschutz mit wenig Platzbedarf
Schmale Hecken mit einer einreihigen Pflanzung von heimischen Gehölzen und einem Pflanzabstand von 30 bis 50 cm bieten eine naturnahe Möglichkeit, Grundstücke abzutrennen. Mit einer geringen Tiefe (ca. 1 Meter) schafft die Hecke einen natürlichen Zaun. Sie bietet Schutz vor Wind und auch Lärm und ist ein ökologisch wertvoller Lebensraum. Vögel wie Amsel, Zaunkönig und Heckenbraunelle nisten in dichten Zweigen, Wildbienen nutzen blühende Arten wie Wildrose oder Kornelkirsche als Nektarquelle, Schmetterlingsraupen finden Futter auf heimischen Laubgehölzen und Käfer und Spinnen leben im Blätterdach. Dornige Sorten bieten Vögeln und Kleinsäugern Schutz vor Fressfeinden. 

Bereits vorhandene Gehölze (z.B. Roter Hartriegel, Straucheibisch) wurden mit folgenden Pflanzen ergänzt: 
Berberitze (Berberis vulgaris) 
Weichblättrige Rose (Rosa mollis) 
Hechtrose (Rosa glauca) 
Apfelrose (Rosa villosa) 
Ackerrose (Rosa agrestis) 
Traubenkirsche (Prunus padus) 
Schlehe/ Schwarzdorn (Prunus spinosa) 
Kornelkirsche (Cornus mas) 
Echte Felsenbirne (Amelanchier ovalis) 
Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna) 

Von diesen neuen Pflanzen können 348 Tierarten profitieren (s. Grafik unten).

Märzenbecher (Leucojum vernum)

Der Märzenbecher, auch Frühlings-Knotenblume genannt, ist ein einhei-misches Zwiebelgewächs. Er liefert durch seine frühe Blüte wichtigen Nektar für die erwachende Insekten-welt. Wilde Bestände des Märzenbechers sind laut Bundesartenschutzver-ordnung geschützt.

Hasenglöckchen (Scilla non-scripta)

Das Hasenglöckchen ist eine heimische Zwiebelpflanze, die bienen- und insekten-freundlich ist. Es gilt europa-weit als nicht gefährdet, ist jedoch nach der Bundes-artenschutzverordnung (BArtSchV) in Deutschland besonders geschützt.

Dolden-Milchstern (Ornithogalum umbellatum)

Der Dolden-Milchstern ist ein einheimisches frühblühendes Spargelgewächs. Er wird u.a. von Insekten bestäubt. Die Blüten bilden reichlich Nektar und Pollen, die z.B. von acht Wildbienenarten gesammelt werden. Als Raupenfutter nutzt ihn die Graslilieneule. Samen sind bei Ameisen wegen ihres ölhaltigen Elaiosoms begehrt und werden von ihnen verbreitet.

Trompeten-Narzisse (Narcissus obvallaris)

Einheimische Wildnarzissen der Unterart obvallaris be-sitzen sonnengelbe Blüten. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Urform der Trompetennarzissen. Sie liefern je nach Standort zwar Nektar und Pollen, sind aber für Insekten kaum relevant.

Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Das Schneeglöckchen ist die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchen-art. Als erster Nektarlieferant im zeitigen Frühjahr spielt es eine wichtige Rolle für Be-stäuber, vor allem Honig-bienen und Schmetterlinge. Die Samen tragen ein flei-schiges Anhängsel (Elaio-som), das Ameisen anlockt und so die Verbreitung der Samen fördert. Alleinstehen-de, wild wachsende Exempla-re stehen unter Naturschutz.

Bärlauch (Allium ursinum)

Bärlauch ist ein heimisches Zwiebelgewächs. Als frühblühende Pflanze ist er eine wichtige Bienenpflanze, so zum Beispiel für die Lauch-Maskenbiene, die in ihrem Bestand als gefährdet gilt. Bärlauch ist essbar und als Heil- und Würzpflanze beliebt.

Frühlings-Krokus (Crocus vernus)

Der Frühlings-Krokus ist eine heimische Wildform, die als Zwiebelgewächs im Gar-ten hervorragend zurecht-kommt. Er ist winterhart, öffnet sich früh im Frühjahr, ist pollen- und nektarreich und somit eine gute Bienen- und Insektenweide. Als Früh-blüher versprüht er schon zu Beginn der wärmeren Tage Farbe.

Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia)

Der Zweiblättrige Blaustern ist eine heimische Wildform. Er dient als gute Bienen- weide und liefert Pollen für zahlreiche Bestäuber. Vor allem Fliegen fungieren als Bestäuber, doch auch Bienen und Schmetterlinge gehen gerne zum Nektar. Besonders zwei Wildbienenarten holen sich hier den Pollen für ihren Nachwuchs: die Gehörnte Mauerbiene und die Ge-wöhnliche Schmalbiene. Das ölreiche Elaisosom der Sa-men ist zudem eine begehrte Nahrung für Ameisen, die so zur Verbreitung beitragen.

Frühlings Alpenveilchen (Cyclamen coum)

4 Alpenveilchen wurden für den Garten gespendet. Da die Art nicht invasiv ist und es eine gut gemeinte Spende war, habe ich sie gepflanzt. Leider nutzt diese Pflanze der heimischen Fauna nicht, aber sie sind ein schöner Farbklecks im Frühjahr.

Kleine Traubenhyazinthe 'Album' (Muscari botryoides 'Album')

Die Kleine Traubenhyazinthe 'Album' ist eine Sorte einer heimischen Art. Sie ist ein früher Nektar- und Pollenlieferant für Insekten.

Busch-Windröschen (Anemone nemorosa)

Das Busch-Windröschen ist eine heimische Wildform, das zu den Hahnenfußge-wächsen (Ranunculaceae) gehört. Buschwindröschen werden gerne von Insekten besucht, zumal sie in vielen Wäldern von März bis April den ersten Nektar liefern. Das macht sie ökologisch extrem wichtig. Hummeln und andere Wildbienen freuen sich auch im heimi-schen Garten über das reich-haltige Nahrungsangebot.

Nutzen

Nisthilfen für Vögel und ......
Nistkästen für Vögel sollten in der Regel in einer Höhe von 2 bis 3 Metern angebracht werden. Das Einflugloch ist nach Osten oder Südosten ausgerichtet. Die Befestigung mit einem stabilen Drahtbügel, der mit einem alten Gartenschlauch überzogen ist, schützt den Baum vor Schäden. Nisthilfen dienen auch Kleinsäugern und Insekten als Schlaf- und Überwinterungsplätze. 
Zudem gibt es spezielle Nisthilfen für Fledermäuse, Kleinsäuger und Insekten.

Noch einige Hinweise: 
  • Nistkästen sollten eher nach vorne überhängen (Regenschutz) und niemals nach hinten.
  • Nisthilfen gleicher Bauart sollten mindestens 10 Meter voneinander entfernt aufgehängt werden (Ausnahme: Koloniebrüter wie Star und Schwalbe). So finden brütende Tiere ausreichend Nahrung für sich und den Nachwuchs.
  • Für eine Halbhöhle eignen sich geschützte, möglichst katzen- und marderunzugängliche Orte an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäusern.
  • Ab Oktober sollten die Nisthilfen auf Funktionsfähigkeit geprüft, geleert und gereinigt werden. Nach der Brutsaison im Herbst bietet sich eine gute Gelegenheit, Nistmaterial zu entfernen und Nistkästen auszubessern. Nistkästen werden auch von Zwischenmietern wie Siebenschläfern, Hasel- oder Fledermäusen genutzt und dienen zahlreichen Insektenarten in der kalten Jahreszeit als schützende Behausung. Vor dem Putzen empfiehlt es sich, zuerst anzuklopfen und zu prüfen, ob der Kasten wirklich leer ist.

    Die meisten Nistkästen in diesem Garten wurden von Herrn Roth angefertigt. Er ist Hobbyschreiner, fertigt die Kästen nach erprobten Bauplänen an und geht auch auf individuelle Wünsche ein. Seine Arbeiten bietet er bei (eBay) kleinanzeigen.de an. 
    ... Und Herr Roth spendet einen Teil des Kaufpreises immer dem Tierheim in Mannheim.

1. Nistkästen mit einem 28mm-Einflugloch

Besonders geeignet für kleine Meisen wie z.B. Blaumeise, Tannenmeise, Sumpfmeise und eventuell Zaunkönig.

2. Nistkästen mit einem 32mm-Einflugloch

Geeignet für größere Meisenarten wie z.B. Kohlmeise, Haubenmeise und Kleiber, Trauerschnäpper, Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Wendehals, Feldsperling und Haussperling. Manchmal nutzen auch Fledermäuse die Nisthilfe als Ruhe- und Übernachtungsquartier.

3. Nistkasten mit Langloch

Geeignet für den Gartenrotschwanz.

4. Halbhöhlen

Geeignet für Halbhöhlenbrüter wie z.B. Bachstelze, Grauschnäpper, Amsel, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, gelegentlich Zaunkönig, Gartenrotschwanz.

5. Spatzenhaus

Feld- und Haussperling brüten gerne in kleinen Kolonien. Obwohl auch einzelne Nistkästen angenommen werden, bevorzugen sie sogenannte Kolonie-Nistkästen, in denen mehrere Paare direkt nebeneinander brüten.

6. Gartenschläfer-Kasten

Viele natürliche Verstecke wie alte Baumhöhlen, dichte Strauchbereiche oder Totholz sind heute verschwunden. Bilche benötigen diese aber für die Tagesruhe und auch als Schlaf- und Überwinterungsquartiere. Diese Nistkästen bieten Ersatz. Neben Gartenschläfern nutzen auch Haselmäuse (die auf der Roten Liste stehen) diese Kästen. Der Einschlupf befindet sich auf der Rückseite, also dem Baum zugewandt. Vögel beziehen den Nistkasten deshalb nicht.

7. Fledermauskasten

Da es nur noch wenig Baumhöhlen gibt, sind diese Ersatzquartiere für Fledermäuse wichtig. Flachkästen dienen spaltenbewohnenden Fledermausarten (Zwergfledermaus, Rauhhautfledermaus, Bartfledermaus oder Breitflügelfledermaus) als Unterschlupf.

8. Wildbienen-Nisthilfen

In der freien Natur suchen die Tiere nach einem länglichen Hohlraum. Für eine Nisthilfe kommen folgende Bauteile diesem Anspruch am ehesten entgegen: Bambusröhrchen, Schilfstängel, Ton/Lehm, Holz und Strohhalme. Wichtig ist, dass die Röhren auf der Rückseite geschlossen sind, der Durchmesser zu den Bewohnern passt, das Innere sauber und glatt wie ein Bienenpopo ist, sich der Eingang ohne Verletzungen benutzen lässt, die Wohnröhren Luft und Feuchtigkeit durchlassen. Arten, die hier nisten sind beispielsweise: Distel-Mauerbiene (Osmia leaiana) Stahlblaue Mauerbiene (Osmia caerulescens) Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum), Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne) Andere Wildbienenarten beziehen senkrecht stehende Markstängel.


Fledermäuse sind faszinierende und nützliche Tiere, die zu den bedrohtesten Säugetieren unserer Heimat gehören.

Sie leiden nicht nur unter Wohnungsnot, sondern auch an Nahrungsmangel. Fledermäuse fühlen sich am wohlsten in einem vielfältig gestalteten Garten. Ein solcher Garten ist für Insekten attraktiv und damit auch für Fledermäuse. Unsere ein-heimischen Fledermäuse sind vorwiegend Insektenfresser, aber auch Spinnen und Weberknechte stehen auf dem Speiseplan.  Demnach muss ein Fledermausgarten einerseits für nachtaktive Insekten ein attraktives Nahrungsangebot zur Verfügung stellen und andererseits auch die Entwicklung dieser Insekten (z.B. durch entsprechende Futterpflanzen für Raupen) ermöglichen. Im Natur-im-Garten haben die Fledermäuse gute Voraussetzungen!

Garten ohne Nachtbeleuchtung!

Licht wird zur tödlichen Falle für nachtaktive Insekten, da sie wegen des Dauerumkreisens des Lichts erschöpft sterben oder verbrennen können. Wissenschaftler sehen Lichtverschmutzung als wesentlichen Grund für den starken Rückgang der Insektenzahlen. Dadurch reduziert sich das Nahrungsangebot für Fledermäuse. Zusätzlich verändert sich deren nächtliches Verhalten: Einige Arten jagen in der Nähe heller Lichtquellen, andere wer-den bei der Futtersuche massiv durch das Licht gestört. Befinden sich Lichtquellen in der Nähe von Fledermausquartieren, werden die Quartiere häufig verlassen. Zudem kann helles Weißlicht Fledermäuse desorientieren (wahrscheinlich wird die Echolot-Funktion „abgeschaltet“), was zu tödlichen Kollisionen führen kann.

Garten ohne Gift!

Gifte reichern sich über die Nahrungskette im Fettgewebe von Fledermäusen an. Bei Wanderungen oder während des Überwinterns werden Fettdepots abgebaut und die so freigesetzten Gifte (z. B. Pestizide) gelangen in hohen Konzentrationen ins Gehirn, was zu Funktionsstörungen oder dem Tod führen kann. Auch Holzschutzmittel werden von Fledermäusen an ihren Hangplätzen (Sommerquartieren) über Haut, Körperpflege oder Atemluft aufgenommen und haben ähnliche Folgen. Zudem verringern Neonikotinoide und andere Pestizide die Insektenmenge und reduzieren so die Nahrungsgrundlage der Fledermäuse.

Teich mit Sumpfzone

Das Wasser zieht viele Insekten an – und bietet Fledermäusen so einen reich gedeckten Tisch. Im Wasser haben die Larven vieler Insekten ihre Kinderstube. Wenn die flugfähigen Insekten schlüpfen, wissen die Fledermäuse dies genau. Von weit her kommen die Tiere geflogen, um dicht über den Gewässern zu jagen. Ein Teich für Fledermäuse sollte nicht mit Fischen besetzt werden. Fische fressen Eier und Larven der Insekten, bevor die Fledermäuse etwas davon abbekommen.

Unterschlupf-möglichkeiten

Höhlen in alten Bäumen oder alte Keller werden gern als Winterquartier genutzt, wenn sie kühl, feucht und frostfrei sind. Wo es das nicht gibt, kannst du Wohnraum schaffen. Ein Fledermausbrett oder ein Flachkasten sowie Höhlenkästen werden von den Tieren gern angenommen.

Komposthaufen

Im Komposthaufen leben viele Insekten, die den Fledermäusen als Nahrung dienen (z.B. Microchrysa polita).

Fledermaus - Pflanzen

Jede Fledermausart bevorzugt bestimmte Insekten und besitzt eine eigene, ihr typische Art zu jagen. So vermeiden die verschiedenen Fledermausarten Konkurrenz um die Nahrung. Manche Arten jagen im freien Luftraum, andere sammeln Insekten von Blättern oder sogar vom Boden auf.                                                                 Ich habe einheimische Pflanzen aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Bei Interesse schicke ich Ihnen die Liste gerne zu.

Nachtfalter - Pflanzen

Nachtfalter benötigen nachtblühende und nektarreiche Blütenpflanzen, wie zum Beispiel Leimkraut (Silene vulgaris - Gemeines Leimkraut), Silberblatt (Lunaria spec.) oder Seifenkraut (Saponaria officinalis). Durch ihren intensiven Duft locken die Pflanzen Nachtfalter an, die Lieblingsspeise vieler Fledermausarten

Schwärmer - Pflanzen

Schwärmer sind nachtaktive Schmetterlinge, die unter anderem von der großen Bartfledermaus gejagt werden. Sie verfügen über einen besonders langen Saugrüssel, der ihnen das Eindringen in tiefe Kronröhren ermöglicht. Labkraut und Weideröschen gehören zu ihren bevorzugten Besuchspflanzen.

Käfer - Pflanzen

Käfer sind z.B. die Lieblingsspeise der Breitflügelfledermaus und repräsentieren eine der artenreichsten Insektengruppen. Käfer sind an verschiedene Lebensräume und Ernährungsweisen angepasst. Besonders pollenfressende Käfer profitieren von mehr Nahrungsangebot in Gärten. Bevorzugte Blütenbesuche erfolgen bei pollenreichen Arten wie Goldlack oder Kerbel. Geeignete Käferpflanzen in Gärten sind beispielsweise: Wiesen-Flockenblume, Blutweiderich, Haselnuss, Weißdorn, Rotklee, Wolfsmilch, Johanniskraut.

Schwebfliegen - Pflanzen

Schwebfliegen zählen zur Nahrung der meisten Fledermäuse (z. B. Braunes Langohr). Sie ernähren sich von Nektar und Pollen und trinken bevorzugt dünnflüssigen Nektar von flachkronigen Blüten wie Doldenblüten (z. B. Dill) und Korbblütengewächsen (z. B. Löwenzahn). Zudem besitzen sie einen besonders langen Saugrüssel, mit dem sie auch in tiefe Kronröhren eindringen können, etwa in Lichtnelkenblüten.

Kletterpflanzen

Ob Zaun, Mauer oder Fassade: Flächen lassen sich gut begrünen mit Kletterpflanzen wie Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), Wald-Geißblatt (Lonicera periclymenum) oder Waldrebe (Clematis vitalba). Wie Hecken und Waldränder bilden Zäune und Fassaden linienhafte Strukturen, die von Fledermäusen gern zur Jagd genutzt werden.

Kräuter

Kräuter sind die reinsten Insektenparadiese. Nicht nur die Blüten, auch die duftenden Blätter von Pflanzen wie Thymian, Salbei, Oregano oder Minze locken zahlreiche Insekten an.

Käferkeller

Der Käferkeller, ist Lebensraum und Entwicklungszone für Käfer. Je nach Holzart unterstützt man damit unterschiedliche Tierchen. Diese dienen wiederum als Nahrungsquelle für Vögel, Spitzmäuse, Fledermäuse, Igel uvm. Ein Käferkeller nutzt Totholz, um ein spezielles Habitat für die Fortpflanzung und Entwicklung von Käferlarven und anderen Lebewesen zu schaffen.

Wurzelgarten (Stumpery)

Der Wurzelgarten wird anders angelegt als übliche Totholzelemente, da er andere Ziele verfolgt. Hier werden Baumwurzeln und Holzstämme im Halbschatten oder Schatten aufgehäuft und so viele unterschiedliche Hohlräume geschaffen. Die Hohlräume werden zum Teil mit Erdreich gefüllt. Diese werden mit heimischen Pflanzen (z.B. Große Sternmiere, Kriechender Günsel, Stinkender Nieswurz, Schlüsselblume, Christrose) begrünt. So entsteht ein einzigartiges Kleinklima, das u.a. Käfer anzieht.

Blumenwiese

Eine artenreiche Blumenwiese lockt die meisten Insekten an. Dafür genügt es, einen Gartenbereich nur noch 2–3 Mal jährlich zu mähen, damit sich dort zahlreiche einheimische Wildpflanzen ansiedeln.


Ameisen

Apfel

Bäume

Bienen (Wildbienen / Honigbienen)

Bienenhaltung / Honig / Wachs

Biodiversität

Fledermaus

Frühling

Heilkräuter

Herbst

Igel

Insekten

Klima-/ Umweltschutz

Maikäfer

Pflanzen bestimmen

Pflanzen vermehren

Schmetterlinge

Sommer

Spinnen

Teich

Vögel

Wald

Wasser

Weihnachten

Wiese

Winter


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Ob Bienenhotel, Nisthülsen oder Hummelhaus: Passende Nisthilfen für Wildbienen und Co.

https://www.gaertnerei-strickler.de/

Der Spezialisten für heimische Wildpflanzen

https://www.kleine-holzbiegerei.de/

David Junker

Herr Roth

Kontakt über: kleinanzeigen.de Nisthilfen Auch individuelle Wünsche sind nach Absprache möglich.

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Saatgut, Wildstauden, Gehölze, Wildblumenzwiebeln, Nisthilfen und mehr – das umfangreiche Gartenartikel-Sortiment im Naturgarten-Shop!


Nistmöglichkeiten für Wildbienen mit Bau eines kleinen Wildbienenhotels

Rund um die Honigbiene mit Wabenkerzen herstellen

Biodiversität im Garten

Heilkräuter

Kosmetikprodukte mit Honig und Wachs herstellen

Igel


Gemeinsam sind wir stark!

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Besuchen Sie uns hoffentlich bald!

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ÜBER MICH
Kurz zu meiner Person:
 
  • Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Heidelberg (Fächer: Biologie, Mathematik)
  • Anschließend Studium der Erziehungswissenschaften in Heidelberg (Dipl. Päd.)
  • Aktuell arbeite ich als Lehrerin in einer inklusiven Brennpunkt-Grundschule in Worms

  • Nachhaltigkeitsbotschafterin des Landes RLP
  • wesensgemäße Bienenhalterin (Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene Deutschland e.V., bei Mellifera e.V. und proBiene)
  • BUND -Mitglied
  • Naturgarten e.V. - Mitglied

  • Nähe: Alter Schlittweg, Worms, 49°38'08.1"N 8°18'31.7"E